Mineral Make Up – Du bist so wunderbar

Das Warum, Das Was, Das Wie und Das Wo

Vorteile, Inhaltsstoffe, Auftragetipps und Tipps zum Pinselkauf und Markenübersicht

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Ich und Schminke, wir haben einen langen Weg hinter uns. Das liegt vor allem daran, dass ich ein Sensibelchen bin. Meine Haut ist empfindlich und wahnsinnig trocken und hat mich eine ganze Zeit lang mit einer schlimmen Mitesserakne geplagt.

Das hat mich dazu gebracht, mich sehr genau mit den Inhaltsstoffen der Kosmetikindustrie auseinanderzusetzen, auch der Naturkosmetikbranche, denn da bin ich recht früh gelandet. Ich hatte glücklicherweise eine sehr naturbewusste Mutter. Danke Mama!

Letztendlich bin ich aber hier gelandet: Mineral MakeUp.

Vielleicht hat bereits der ein oder andere vom Effekt sogenannter Basenpräparate gehört.

Basische Mineralien (bspw. das ‚meine Base Bad‘ von Jentschura), die durch die Erhöhung des PH-Wertes, von der Haut ausgeschiedene Säuren neutralisieren und, bei längerer Anwendung, auch aus der Haut herausziehen.

Diesen entgiftenden Effekt machen sich viele Heilerdeprodukte oder gar reine Heilerdeanwendungen zu Nutze.

Bereits bei einer Anwendung ist deutlich zu erkennen, wie reinigend, aber vor allem entzündungshemmend und ausschwemmend diese reinen Erden – nämlich Mineralerden – wirken.

Mineral MakeUp ist nichts anderes: Mineralien. Basische Mineralien – reine Pigmente.

Reines Mineral MakeUp, also eines das nicht durch Stoffe die die Rezeptur und damit die Herstellung vergünstigen sollen, gestreckt werden, besteht aus den farbgebenden Eisenoxiden, sonnenschützendem Titandioxid und entzündungshemmendem Zinkoxid.

Stoffe wie Talg, Magnesiumstearat, Bornitrid, Bismut Oxichlorid, Maisstarke und andere Stoffe (z.B. Glyceryl, Silica, Zinkstearat, Tocopherol, Parfüme, ätherische und pflanzl. Öle) sind unnötig, können reizen, setzen sich in der Haut ab und wirken sich negativ auf die Haltbarkeit aus. Des Produktes selbst, aber auch darauf wie lange das MakeUp aufgetragen hält. Es gibt zusätzliche Inhaltsstoffe die ich nicht als problematisch sehe: Reis- oder Seidenpuder (letzteres schließt natürlich aus dass es vegan ist) und pulverisierte Edelsteine und von Tonerdezusätzen, wie zum Beispiel Kaolin, bin ich sogar ein großer Freund.

Reines Mineral MakeUp ist in seiner Haltbarkeit eigentlich unbeschränkt, es kann nicht zersetzt werden, oder gar anfangen zu schimmeln und zu riechen.

Außerdem behindern diese Stoffe die Foundation an ihrem Wunderwerk: die Haut zu entgiften und damit das Hautbild auszubalancieren, Unreinheiten verschwinden zu lassen und den ganzen Tag, mit variabler Deckkraft, ein unsichtbares, natürliches Finish zu geben.

Neben der heilenden, ausgleichenden Wirkung auf die Haut, ist Mineral MakeUp, wenn es richtig aufgetragen wird, auf der Haut absolut unsichtbar. Und das den ganzen Tag, ohne auszutrocknen, ohne zu verschmieren.

Deswegen benutze ich mittlerweile ausschließlich Mineral MakeUp als Foundation beim Braut MakeUp.

Braut MakeUp muss langanhaltend sein, aber makellos aussehen, wie ungeschminkt.

Wirklich möglich ist das nur mit einem AirBrush Gerät, oder eben mit Mineral MakeUp.

Ich verwende außerdem Mineral MakeUp um mein eigenes, AirBrush MakeUp anzumischen, da es Airbrush MakeUp bisher nicht in Naturkosmetikqualität gibt.

Mineral MakeUp besitzt einen natürlichen Lichtschutzfaktor, denn es enthält die Stoffe, die in anderen Produkten extra als Lichtschutzfaktor hinzugegeben werden. Ich verbrenne mich regelmäßig bei Fotoshootings, wenn ich den ganzen Tag in der Sonne bin, nur nie im Gesicht, nicht mal auf der Nase, wenn ich mit Mineral MakeUp geschminkt bin.

Letztendlich kann ich von Mineral MakeUp schwärmen, wie ich will, ausprobieren muss man es selbst. Und dazu kann ich wirklich nur raten.

Dabei gibt es nicht viel zu beachten.

Wichtig ist vor allem erst einmal der richtige Pinsel. Anders als andere Foundations, muss Mineral MakeUp mit einem Pinsel aufgetragen werden, damit die Pigmente in die Haut gedrückt werden und dort mit dem hauteigenen Talg verschmelzen können.

Dabei verstopfen die feinen Pigmente die Poren nicht, da spürt man schon beim Auftragen.

Dafür eignen sich ausschließlich sog. Kabuki Pinsel. Das sind Pinsel, oftmals mit recht kurzem Stil, die sehr viele Pinselhaare besitzen, die im besten Fall dicht gebunden sind.

Also das Gegenteil von einem vollen, buschigen, weichen Rouge- oder Puderpinsel.

Durch einen solchen Pinsel würden die feinen Pigmente hindurchfallen. Außerdem kann damit nicht genug Druck aufgebaut werden, der für den natürlichen, am Ende unsichtbaren Auftrag der Mineral MakeUp Foundation wichtig ist.

Ich bin sonst der Meinung, dass man für Schminkpinsel nicht viel Geld ausgeben muss, so lange man keine besonderen Anforderungen an sie stellt (Handarbeit, vegan o.ä.) Mittlerweile gibt es viele gute Pinsel in annehmbaren Preisklassen, mit denen man, mit ein bisschen Übung, gute Ergebnisse erzielen kann.

Bei einem Kabuki Pinsel muss aber darauf geachtet werden, dass er viele, dichte Pinselhaare hat, sonst ist er für unseren Zweck einfach nicht zu gebrauchen. Ob es ein sog. Round Top oder ein Flat Top Pinsel wird, ist für das Endergebnis nicht ausschlaggebend. Die Flat Top Pinsel sind meist etwas leichter an die Haut zu drücken, die Round Top fühlen sich noch weicher an – obwohl die Flat Tops auch sehr weich sind. Es ist einfach Geschmackssache.

Ich selbst verwende gerne einen Pinsel, den ich im Onlineshop von ChriMaLuxe Minerals  gefunden habe. Preislich ist er absolut in ordnung und kommt mit der hohen Beanspruchung super gut zurecht. Mir gefällt außerdem der hölzerne Stil, obwohl das kein Garant für einen ökologischen Pinsel ist, da ich nicht weiß wie er hergestellt worden ist. Alle anderen Kabuki Pinsel in diesem Shop sind ebenfalls gut geeignet.

Die Everyday Minerals Pinsel, die es im Naturkosmetik-Onlineshop Ecco Verde zu kaufen gibt, eignen sich auch wunderbar, allerdings sind sie etwas preisintensiver, wie es mit dem meisten Pinseln auf der Seite der Fall ist.

Die Pinsel der deutschen Manufaktur Da Vinci sind da quasi der Mercedes unter den Schmink Pinsel. Denn sie sind nicht nur hochwertig und begleiten dich ein Leben lang (man wird sie so lange vererben können, bis sie verloren gehen, denn sie verlieren kein einziges Haar), sie werden auch in Deutschland hergestellt und das Unternehmen achtet auf allerlei ökologische Zugeständnisse, auf die man sich in diesem Fall verlassen kann… deutsche Ordnung und so weiter. Allerdings haben die zwei Kabuki Pinsel der Firma auch ihren stolzen Preis. Aber sie sind wirklich fantastisch.

Das heißt nicht, dass andere Pinsel nicht passend sind. Diese drei sind nur die mit denen ich Erfahrungen habe. Da sollte man ruhig selbst probieren, denn ob ein Pinsel voll und dicht genug ist, sieht man bereits auf einem Bild. Und solange man diese Anforderungen an den Pinsel stellt, kann nichts schief gehen.

Das Auftrag

Der erste Auftrag ist anders, wenn man herkömmliche Foundation gewöhnt ist, vor allem wenn man noch keine Naturkosmetik verwendet hat. Das ist allerdings Kopfsache, denn es ist nicht schwer und schon gar nicht aufwendiger.

Es ist einfach anders und beim zweiten Mal ist alles schon easy-peasy.

Ich gehe dabei auf zwei verschiedene Weisen vor, je nach dem welche Marke ich verwende. Das hat etwas mit den Feinheitsgrad und den zusätzlichen Inhaltsstoffen zu tun, die den jeweiligen Mineral Make Up Marken eine unterschiedliche Konsistenz geben.

Aber daran ist auch nichts Magisches und ich werde auf beide Arten des Auftrags eingehen – man kann sehr schnell erkennen, welche man selbst anwenden muss.

Grundsätzlich beginnt man, in dem man eine kleine Menge Foundation in den Tigeldeckel, in ein sauberes Keramikschälchen (man kann einfach eines aus der Küche umfunktionieren) oder auf ein ausgebreitetes Taschentuch schüttet. Bei der Taschentuchmethode verliert man immer ein wenig vom Produkt, weil man ein paar Pigmente in die Zellulose drückt.

 

 

 

Aber für den Anfang ist es trotzdem zu empfehlen, weil man so den größten Überblick hat und nichts daneben schütten kann. Der Verlust ist außerdem gering.

Wirklich nur mit einer Messerspitze beginnen.

Nimmt man zu viel, kann man es nicht so gut in die Haut einarbeiten und hat nicht den schönen unsichtbaren Effekt, sondern es wird zu pudrig, weil das Produkt nicht mit dem heuteigenen Talg verschmilzt.

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Mit dem Kabukipinsel wird das Pigment aufgenommen. Dafür die Pinseloberfläche einfach in das Pulver drücken. Ich achte dabei immer darauf, dass ungefähr die gesamte Pinseloberfläche bedeckt ist.

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Dann wird das Pulver in den Pinsel geklopft. Dafür wird mit dem Pinselstil einfach ein paar Mal auf eine feste Oberfläche geklopft.

Ich mache das, und hier sind wir bei den verschiedenen Auftragearten, die ich erwähnt habe, nur bei Mineral MakeUp Arten, die weniger pudrig sind.

Ein höhere Anteil an farblosem Mica (sog. Serenicite Mica) macht das MakeUp geschmeidiger und pudriger. Wenn man dieses Pulver in den Pinsel klopft, benötigt man für den Auftrag einfach viel länger.

Wenn ihr euch nicht sicher seid, beginnt auf jeden Fall damit, das Pulver einzuklopfen.

Das verhindert, dass ihr, wenn ihr den Pinsel auf die Haut drückt, ein großer Fleck Mineral Make Up entsteht, der sich schwer verteilen lässt.

Weniger pudrige Foundations lassen sich nicht so leicht verteilen. Klopft man sie ein, wird immer nach und nach ein wenig davon nach unten rutschen, weswegen sie nach und nach auf die Haut freigegeben wird.

Drückt nun den Pinsel mit dem bisschen eingeklopften Foundationpulver auf die Haut.

Ich versuche immer mit sehr wenig Druck eine gesamte Gesichtshälfte zu bestreichen, so dass ich überall bereits ein bisschen Pigment verteilt habe und nirgendwo ein großer Fleck entsteht.

Dann wird die Foundation in kleinen kreisförmigen Bewegungen in die Haut eingearbeitet. Im Englischen nennt man das ‚Buffing‘ und es ist das aller wichtigste im Umgang mit Mineral MakeUp. Denn hier entsteht die Magie und das Finish wird so schön unsichtbar, wie gut aufgetragenes Airbrush MakeUp.

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So lange ihr immer mit ein wenig Druck über die Haut kreist, kann man hier wirklich rein gar nichts falsch machen. Also einfach drauf los kreisen.

Je nach MakeUp Zusammensetzung, kann man sehr schnell sehen, ob das Pulver eingeklopft werden muss oder nicht.

Sieht man nicht bereits einen Unterschied mit dieser ersten dünnen Schicht, dann ist die Foundation recht pudrig und man kann mal versuchen auf das Einklopfen zu verzichten. Man wird schnell merken, ob doch eingeklopft werden muss, wenn das MakeUp sich nicht gut verteilen lässt.

In jedem Fall sollte immer alles Pigment im Gesicht verteilt werden, bevor man mit dem Kreiseln beginnt.

Das wird nun so lange wiederholt, bis man die gewünschte Deckkraft erreicht hat. Meistens sind das zwei Auftragezyklen, oft reicht aber auch nur der erste. Hier sieht man schon, wie unheimlich ergiebig Mineral Make Up ist und wie lang man mit so einer Dose hinkommt.

Da es auch nicht austrocknen, oder schlecht werden kann, ist das auch kein Nachteil, da es sich ewig hält.

Sind am Ende noch Unreinheiten sichtbar, kann mit einem Q-Tip, einem fluffigen Lidschattenpinsel, einem  Augenkabuki, einem Concealerpinsel, oder einem sog. Smudge Pinsel (die Möglichkeiten sind wirklich unbegrenzt, versucht einfach das was ihr da habt) die Foundation punktuell aufgetragen werden.

Auch hier muss in kreisförmigen Bewegungen eingearbeitet werden, schon allein weil durch den punktuellen Auftrag und die damit verbundene höhere Deckkraft ein Farbunterschied entsteht.

Deswegen muss mit kreisförmigen Bewegungen dieser Teil an das restliche Gesicht angepasst werden.

Aber so lange man einfach Spaß damit hat, ist auch das nicht schwer. Einfach drauf los kreiseln.

Concealer, Farbausgleicher und Finishing Powder

Concealer sind, wie man es kennt, höher pigmentiert. Also das Verhältnis von Eisenoxiden zu Gleithelfern wie Mica ist ein wenig anders zugunsten des Pigmentes.

Concealer werden bei Mineral MakeUp immer unter der Foundation aufgetragen. Mit einem buschigen Lidschattenpinsel, der zu Verblenden geeignet ist, oder einem Augenkabuki gelingt dies am besten, da man bereits großflächiger einarbeiten kann.

Aber auch mit anderen Pinsel ist das machbar, solange man dann die Foundation darüber gut in die Haut arbeitet.

Man muss hier nicht die richtige Farbe treffen. Es ist sogar wichtig, dass man mit einem helleren Concealer arbeitet, vor allem um Augenringe abzudecken.

Grundsätzlich ist es hier wie mit herkömmlichen Concealern:

Apricot Töne wirken dunklen Stellen, wie zum Beispiel Augenringen besonders gut entgegen. Grünliche Töne entfärben Rötungen und mach das Abdecken von Irritationen und Unreinheiten leichter.

Hellere Concealer Töne wirken als Highlighter, geben Frische und hellen dunkle Stellen auf (Augenringe).

Einen passenden Concealerton benötigt man eigentlich nicht, denn sollte nach dem Concealerauftragen die Foundation nicht alle Unregelmäßigkeiten abdecken können, wird punktuell mit der Foundationfarbe gearbeitet.

Eigentlich habe ich bereits alles Wissenswerte zu Farbausgleichern geschrieben.

Es gibt, je nach Hersteller, verschiedene Farben. Gelbliche, Lavendelfarbige, Apricotfarbene und Grünliche.

Auch diese Farben werden mit mineralischen Pigmenten erreicht.

Lavendel durch eine Mischung von rotem Eisenoxid und Ultramarin, Grünliche durch einen Mix aus gelblichem Eisenoxid und blaubem Ultramarin.

Meist steht bei dem Produkt wofür man es verwenden kann. Sie sind eine nette Spielerei, aber nicht wirklich notwendig.

Am häufigsten findet bei mir der grünliche Farbausgleicher Anwendung, den ich vor dem Concealer auftrage. Bei Akne, starken Rötungen, oder Rosazee. Hier muss man Acht geben, dass das Endergebnis nicht zu blass wird, da grünliche Farbausgleicher jede natürliche Rötung ausgleichen, die in der Haut vorhanden ist.

Man kann dem entgegen wirken, in dem man mit einem etwas wärmeren Foundationton arbeitet, als eigentlich für den Hauttypen notwendig.

Zu der Farbauswahl, werde ich allerdings noch weiter unten kommen.

Finishing Powders sollen, je nach genanntem Finish (es gibt sie oft in ‚glow‘ und in ‚matt‘), das Endergebnis mattieren, oder etwas ‚glowiger‘, also strahlender machen. Das wird erreicht,durch Beimischung von reflektierendem Mica, der so fein ist, dass er nicht glitzert, sondern fein schimmert.

Gut in die Haut gearbeitet, kann das bei manchen Hauttypen wirklich sehr schön gesund und leuchtent aussehen, ganz ohne Christbaumkugelassoziation.

Sie sind weniger pigmentiert als die Foundation, die abdecken soll und können deswegen von Frauen, die einfach nur ein wenig abpudern wollen, sonst aber eine tolle Haut haben, an deren Stelle benutzt werden.

Vielen ist das Auftragen einer Finishing Powders über der Foundation zu aufwendig.

Ich muss sagen, dass ein schöner strahlender Teint auch anders zu erreichen ist, in dem man z.B. einen mineralischen Highlighter verwendet.

Letztendlich ist das Geschmackssache und eine Frage des Preises und wie viel man ausgeben möchte. Ich bin der Meinung, dass es nicht notwendig für ein schönes Ergebnis ist. Aber ich kann trotzdem nur zu eigenen Experimenten ermutigen.

Farbauswahl

Mineral Make Up gibt es immer in sehr vielen Farben.

Das kann Fluch und Segen sein. Wenn man sich ein bisschen auskennt, ist es ein echter Vorteil, denn man wird immer genau den perfekten Ton finden, der absolut unsichtbar auf der Haut wird. Mit herkömmlichen Foundation ist das viel zu oft gar nicht möglich.

Aber wenn man das erste Mal auf so eine Auswahl trifft, ist es einfach nur verwirrend, wenn nicht sogar erschreckend, vor allem wenn keine weitere Information zum Finden des eigenen Hauttons gegeben wird, wie es in manchen Onlineshops leider der Fall ist.

In manchen Geschäften, in denen es Mineral Make Up zu kaufen gibt, wird außerdem nicht sonderlich kompetent beraten. Aber das Problem hat man immer, deswegen muss man das einfach selbst in die Hand nehmen.

Jeder Mensch hat nicht nur helle, dunkle oder gebräunte Haut (und all die Nuancen dazwischen), sondern auch noch einen Hautunterton. Davon haben bestimmt schon viele gehört und es immer als ominös empfunden.

Gelblich, warm, kühl, rötlich, Olive, Beige – was für ein Durcheinander.

Das liegt daran, dass es keine einheitliche Bezeichnungen gibt. Manchmal wird die warm-kalt-neutral Assoziation verwenden, manchmal mit Farben gearbeitet (gelblich, olive, rötlich). Richtig verrückt wird es, wenn gemixt wird und man vor gelblich-kühl steht und sich den Kopf einschlagen will.

Wie soll man da durchblicken? Und schließlich kann man auch nicht alle Farben kaufen, die vielversprechend klingen, denn so ein Tiegel kann schon mal um die 30 Euro kosten (bei einer Haltbarkeit von mind. einem Jahr bei täglicher Verwendung ist das wieder relativ günstig)

So wirklich kann man sich auf die Beratung in einem Geschäft auch nicht verlassen.

Ich bin immer Fan von Marken, die ihren Kunden die Möglichkeit geben auszuprobieren. Entweder mit günstig zu kaufenden Proben, oder kostenlosen Mustern.

Für den ersten Kauf, würde ich empfehlen das zu nutzen. Mit der ersten Erfahrung, kann man sich dann auch anderen Marken zuwenden und hat aber schon eine ganz andere Ahnung, welche Töne man brauchen könnte.

Es gibt Übersichten, die helfen sollen den Hautunterton zu finden.

Kann man eher goldenen, oder silbernen Schmuck tragen?

Schimmern die Adern im Handgelenk bläulich oder grünlich?

Solche Sachen. Aber ich finde immer wieder, dass das kaum eindeutig ist, genauso wie die Zuordnungen von Haar- und Augenfarbe und ob man schnell bräunt oder sich eher verbrennt.

Oft ist das noch verwirrender.

Zum Beispiel kann ich goldenen und silbernen Schmuck tragen. Aber beides ist nicht unbedingt schön an mir. Da scheine ich ein Mischtyp zu sein.

Im Handgelenk habe ich grünliche und bläuliche Adern, ich habe Sommersprossen und werde braun, aber nicht stark.

Irgendwie bin ich ein Mischtyp, aber alle Foundation für den neutralen Typ sind auf meiner Haut viel zu rot, alle kühlen ebenfalls und die warmen werden orange.

Am Ende kam heraus, dass mein Hautunterton Olive ist. Wer hätte das gedacht?

Ich kann auch Foundations mit gelblichen Hautunterton tragen, solange die nicht so warm sind.

Wenn ich gebräunter bin, dann wird mein Hautton ein bisschen wärmer, ist aber immer noch olivig.

Und sehr viele Frauen mit heller Haut haben einen olivefarbenen Hautunterton.

Das wird von den meisten MakeUp Herstellern so gar nicht beachtet, was der Grund dafür ist, dass so viele Frauen zu orangestichiges MakeUp tragen.

Bei stark deckenden, kleisternden Foundations der konventionellen Kosmetik bemerkt man das nicht so stark. Aber bei den natürlichen MakeUps aus der Naturkosmetik schon.

Das ist noch ein großer Vorteil von Mineral MakeUp. Hier findet man diese Töne.

Hat man also Schwierigkeiten den richtigen Foundationton zu finden, sollten man sich mal beim Mineral MakeUp umschauen.

Wenn ich Mineral MakeUp nicht selbst herstelle, greife ich gern zu einigen Marken, mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe.

Das soll nicht ausschließen, dass andere nicht auch gut sind. Immerhin hab ich nicht alles ausprobieren können. Jedes Mineral Make Up, das nur aus den mineralischen Pigmenten (Eisenoxide, Ultramarin ), Titaniumdioxid, Zinkoxid und Mica besteht, ist es wert getestet zu werden.

Mittlerweile gibt es auch günstigere Marken, wie Lily Lolo und  die am Ende so aussehen müssen, wie alle anderen, denn hier kann man sich auf die Inhaltsstoffe verlassen. Traut euch auszuprobieren, wenn ihr ein bisschen ein Gefühl für euren Hautton habt.

Julia von Beautyjagd hat außerdem einen tollen Artikel über Mineral Make Up Anbieter geschrieben.

Möglichkeiten zu probieren bieten Provida und Andrea Biedermann. Aber auch in anderen Onlineshops, zum Beispiel dem bereits verlinkte Ecco Verde Shop, kann man günstige Probegrößen erwerben.

Das Earth Minerals MakeUp von Provida ist ein etwas pudrigeres MakeUp, hat unheimlich schöne Rougetöne und, auch wenn sie im Onlineshop ein bisschen mit Information sparen, gibt die Möglichkeit kostenlose Muster anzufragen.

Ich verwende ihre Produkte sehr gern und kann sie wirklich nur empfehlen.

Ich würde hierbei raten, zu orten ob man einen hellen oder mittleren, oder dunklen Hautton hat. Dann sich grob zu orientieren, ob man einen warmen oder kühlen Hautton hat. Dafür gibt es ausreichend Tests im Netz.

Warme Hauttöne könnten sich bei den Tönen Beige, Cream und Golden umschauen und für die jeweiligen Töne anfragen (z.B. Beige, Cream und Golden jeweils die Töne 2 und 3).

Kühle könnten für Neutral und Light anfragen.

Ist man komplett verwirrt, so wie ich, kann man es mit neutral und olive probieren (das wird nur bei Typen mit heller Haut der Fall sein).

Dunkle Hauttypen sind wahrscheinlich bei Cream den dunkleren Goldentönen und den dunkleren Olivetönen richtig).

Außerdem könnte man dem Kundenservice auch seinen Hautton beschreiben und die Auswahl an Proben auch einfach ihnen überlassen.

Andrea Bergmann stellt, ebenso wie Provida, Mineral MakeUp in Deutschland her.

Hier kann man sogar den Service der Farbberatung nutzen, was ich total hilfreich finde.

Man sendet dem Team ein Foto von sich vor einem möglichst weißen Hintergrund, in einem weißen Oberteil, das möglich auch die Schultern freilässt.

Denn der Hautton sollte vor allem an den Ton des Halses angepasst sein, da wir im Gesicht schon mal mehrere verschiedene Töne haben, die es ja auszugleichen gilt.

Die kompetenten Damen haben da wirklich einen Blick für und empfehlen dann verschiedene Töne auszuprobieren, die man dann für wenig Geld kaufen kann. Bei der ersten Bestellung erhält man einen kleinen Kabuki kostenlos dazu. Der reicht übrigens wirklich für den Auftrag aus und man spart es sich, einen neuen Pinsel zu kaufen.

Ich habe auch so einen, den ich wirklich gern benutze.

Das Andrea Biedermann MakeUp ist nicht sehr pudrig und muss sehr gut eingeklopft werden. Dafür hat man das Gefühl, dass es etwas stärker deckt und der Auftrag schneller geht, wenn man nicht zu viel auf einmal nimmt.

Unter Mineral MakeUp sollte man eine gute Creme benutzen. Auch diejenigen mit öliger Haut, oder Mischhaut, die sich übrigens oft sehr schnell mit der Umstellung auf reine Pigmente reguliert und weniger ölig wird.

Ich bin großer Freund der Martina Gebhardt Naturkosmetik, aus vielen Gründen, aber vor allem weil sie auf Alkohol und pflanzliches Glycerin in ihrem Cremes verzichten.

Dadurch wird die Haut nicht ausgetrocknet. Die Konsistenzen dieser Cremes sind sehr reichhaltig, was vielen erst einmal als sehr fettig und ‚zu viel‘ für ihre Haut vorkommt.

Aber ich kann nur empfehlen es auszuprobieren. Die Haut stellt sich sehr schnell darauf ein, weil man von diesem Cremes nur sehr, sehr wenig benötigt. Dadurch ist die Haut gut versorgt, aber der Stoffwechsel wird ihr nicht abgenommen, sie kann also wieder ihre eigene Feuchtigkeit halten und produzieren.

Martina Gebhardt stellt impulsgebende Kosmetik her. Die soll nicht nur für den Moment pflegen, sondern die Haut in ihr Gleichgewicht zurück führen, damit man immer weniger Produkt zur Pflege benötigt.

Dass eine Industrie daran wenig Interesse hat, impliziert schon der Name. Aber gerade deswegen bin ich von den Gebhardt Produkten überzeugt.

Jedenfalls sind sie reichhaltig genug, dass Mineral Makup auch bei sehr trockener Haut nicht austrocknet.

Bei Fältchen, vor allem um die Augen ist das ebenfalls wichtig. Denn so wird die Foundation sich noch besser mit der Haut verbinden können und nicht als aufliegendes Puder in Fältchen rutschen und sich dort unschön absetzen.

Um die Lobeshymne auf Mineral Make Up zu beenden:

probiert selbst, ob es etwas für euch ist

Für Rückfragen zur Anwendung und zu anderen Marken bin ich immer da

eure Lena bildchen ablauf 4

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2 Gedanken zu “Mineral Make Up – Du bist so wunderbar

  1. Pingback: Braut MakeUp Tutorial mit Naturkosmetik Teil 1 | gruengeschminktblog

  2. Liebe Lena,
    ich freunde mich momentan mit Make Up wieder an& die Auswahl einer Mineral Foundation bzw. die Auswahl des Pinsels ist mir sehr schwer gefallen, dieser Post hat aber einiges dazugetan, dass ich mich besser informiert fuehlte plus eine Entscheidung treffen konnte:)
    Danke!
    Schlussendlich ist es eine Mineral Foundation von Uoga Uoga und der Kabukipinsel von der Hausmarke des Salon Zwei in Köln geworden;)

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