Ich

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Photocredit: Christin Lade/Fotonen

Ich bin MakeUp verrückt – wirklich verrückt, mich packt da irgendeine seltsame Sammlerleidenschaft – ich möchte einfach alles MakeUp der Welt besitzen … und dann weiß ich gar nicht, was ich damit anfangen soll, denn

Ich habe eine ganz sehr doll empfindliche Haut. Am ehesten passt wohl das Bild der trockenen, fettigen Haut auf meine zu: nur dass die eigentlich nicht fettet. Aber sie schuppt vor Trockenheit und bekommt eigentlich immer Unreinheiten, es sei denn man lässt sie komplett in Ruhe. Was ich, mit der erwähnten Leidenschaft für Naturkosmetik einfach nur so schade finde.

Deswegen habe ich wohl angefangen mit dem angesammelten Wissen über natürliche Kosmetik, deren Herstellung und die Zusammenhänge der Inhaltsstoffe nach draußen zu gehen. Ich möchte zeigen, dass man nicht gesundheitlich bedenkliche Substanzen benutzen muss, um seine Schminkleidenschaft auszuleben. Und ich möchte als MakeUp Artist durch die Welt gehen, der den Frauen (und Männern) eine Botschaft vermittelt, die mir wirklich sehr am Herzen liegt:

MakeUp verschönert nicht! Es zeigt dir nur eine andere Version von dir selbst im Spiegel. Eine Version, in der andere Partien deines Gesichts verändert, vielleicht stärker betont wurden, so dass dein Blick von den Bereichen abgelenkt ist, die er sonst sofort sucht, weil er unzufrieden damit ist. Ich möchte dass wenigstens ein MakeUp Artist auf der Welt herumläuft, der nicht mit den Worten ‚verschöner‘ und ‚aufhübschen‘ um sich wirft.

Ich sehe schminken als eine Art Hobby. Eine Leidenschaft. Etwas das Freude macht. Aber nicht als etwas das gebraucht. Ich meine damit: Der Mensch ist ungeschminkt schön, genauso wie er ist.

Ich selbst verwende aufgrund meiner empfindlichen Haut eigentlich fast ausschließlich die Dabba Hydrolate (ein riesiges Dankeschön an die Amaranthus Lounge, die mich damit bekannt gemacht hat) und ein wenig Salzsole. Manchmal ein paar Öle der Bodensee Ölmühle – die wohl das einzig wirklich kalt gepresste Öl herstellen (die Mühle presst das Öl unter Wasserkühlung aus dem Pflanzenmaterial heraus, so kann eine Temperatur von unter 40 °, teilweise deutlich darunter, in der Presskammer gewährleistet werden). Am liebsten verwende ich das Nachtkerzenöl.

Da ich nach einem Tag meist auf Neutralöle, stark erhitzte Öle, Alkohol und Glycerin reagiere, kann ich fast nur Mineral MakeUp verwenden. Das hat meiner Haut wirklich gut getan – ich habe viel weniger Unreinheiten.

Ich habe eine kleine Augenbrauenobsession. Da meine sich nicht entscheiden können, ob sie einen hohen Bogen, oder eine flachen Bogen haben (ich habe wirklich zwei Erhöhungen in den Brauen, so dass sie, würde ich sie so wachsen lassen, aussehen würde wie die Gabel des großen Wagens). Deswegen liebe ich ausdrucksstarke Augenbrauen bei Frauen und Männern. Die Augenbrauen sind auch meist das einzige, das ich schminke, wenn ich einfach so aus dem Haus gehe.

Überhaupt schminke ich mich selbst meist recht wenig. Ich bin deswegen wohl die einzige Visagistin auf der Welt, die sich selbst nicht gut schminken kann. Ich hab einfach nicht sehr viel Übung darin 🙂 Ich kann es bei anderen viel besser.

Ich bin generell ein sehr ökologisch bewusster Mensch. So bin ich bereits aufgewachsen. Naturkosmetik verwende ich konsequent, seit ich mich mal ein Jahr lang rohköstlich ernährt habe. Da habe ich sogar mal gar keine Produkte verwendet. Habe aufgehört Duschgel zu benutzen und die Haarwaschzyklen immer weiter heraus gezögert.

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Mein Haar ist ungefähr taillenlang. Da ich nicht sehr groß bin, wirkt es länger als es eigentlich ist. Ursprünglich war es mal recht dicht, da ich zwar feines Haar aber immer sehr viele hatte. Nachdem ich aber zwei Mal mit Sante Henna gefärbt habe, sind mir wahnsinnig viele ausgefallen (immer beim ausspülen war die halbe Badewanne voll mit Haaren). So richtig haben sie sich davon nie erholt. Seitdem wasche ich das Haar nur noch ein Mal die Woche und bürste kräftig. Meistens wasche ich nur mit Wasser. Seitdem wachsen sie schneller. Aber immer noch recht langsam im Vergleich zu früher. Aber meinen Berechnungen zu Folge, müsste die rote Farbe in ungefähr fünf Jahren komplett rausgewachsen sein. Dann möchte ich sie so lang wie möglich wachsen lassen – eben so lange sie gut aussehen. Bisher brechen die trockenen Spitzen immer ab – immer noch wegen des Hennas – mein Haar ist wohl das einzige auf der Welt, dem Henna nicht gut tut.

Ja… wie immer habe ich viel über mich zu sagen, wenn es um Naturkosmetik geht. Irgendwie bin ich da eine kleine Konfettikanone. Peng!

🙂

 

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Photocredit: Christin Lade/Fotonen

Danke and Christin Lade von den Fotonen für das Bild.

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